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Einbruchstatistik 2025/2026 - PKS-Zahlen, Aufklärungsquote, Versuchsanteil

Einbruchstatistik 2025/2026 - PKS-Zahlen, Aufklärungsquote, Versuchsanteil

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 verzeichnet 82.920 Wohnungseinbrüche in Deutschland, ein Plus von 5,7 % gegenüber 2024 (78.436 Fälle). Die Aufklärungsquote liegt bei 14,1 %, und 44,9 % aller Einbrüche scheitern bereits im Versuch. (Quelle: BKA, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, veröffentlicht am 20. April 2026.)

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2025 liegt vor - und sie zeigt zwei Dinge gleichzeitig: Die Einbruchskriminalität in Deutschland steigt wieder leicht, und gleichzeitig scheitert fast die Hälfte aller Versuche. Diese Spannung ist die wichtigste Information für jede Sicherheits-Entscheidung 2026. In diesem Ratgeber finden Sie die verifizierten Zahlen, die Quellen - und die Behauptungen, denen Sie nicht trauen sollten.


Bundesweit 2025 auf einen Blick

Kennzahl 2025 2024 Trend
Wohnungseinbruchdiebstahl (inkl. Versuche) 82.920 Fälle 78.436 Fälle +5,7 %
Aufklärungsquote 14,1 % 15,3 % -1,2 Punkte
Anteil Versuche (gescheitert) 44,9 % 45,7 % leicht rückläufig
Vergleichswert vor Pandemie (2019) 87.145 Fälle - aktueller Stand ~5 % darunter

Was die Zahlen sagen: Die Kriminalität nähert sich wieder dem Vor-Corona-Niveau, aber die Aufklärungsquote sinkt leicht. Wer einbruchsicher wohnen möchte, kann sich nicht auf die Polizei verlassen - sondern auf Prävention.

Quellen: BKA PKS 2024 und K-EINBRUCH PKS 2025 (Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes).


Einbruch gegen den Trend: Während die Gesamtkriminalität in Deutschland 2025 erstmals seit Jahren deutlich zurückging (-5,6 %, bereinigt um die Cannabis-Legalisierung -4,7 %), stiegen die Wohnungseinbrüche um 5,7 %. Der Einbruchschutz bewegt sich damit gegen den allgemeinen Sicherheitstrend. (Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, vorgestellt auf der Bundespressekonferenz von BKA und Bundesinnenministerium am 20. April 2026.)

5-Jahres-Trend: Was hinter dem Anstieg steckt

Die deutsche Einbruchskriminalität durchlief seit 2019 vier Phasen:

  1. 2019 - Vor-Pandemie-Hoch: 87.145 erfasste Fälle, klassisches Niveau der 2010er Jahre.
  2. 2020-2021 - Pandemie-Tief: Lockdowns + Homeoffice senkten die Zahlen massiv. Bewohner waren tagsüber zu Hause, Reisetätigkeit der Tätergruppen eingeschränkt.
  3. 2022-2023 - Stabilisierung: Die Zahlen blieben unter dem Vor-Pandemie-Niveau (rund 65.000-77.000 Fälle), aber mit klar steigendem Trend.
  4. 2024-2025 - Recovery: +0,8 % von 2023 auf 2024, dann +5,7 % von 2024 auf 2025.

Die naheliegende Frage: Warum steigt es wieder? Drei Faktoren werden in den Lagebildern der Landeskriminalämter regelmäßig genannt:

  • Tagsüber wieder weniger zu Hause - Rückkehr zum Büro-Arbeitsalltag, weniger Anwesenheit als Abschreckung
  • Mobilität der Tätergruppen - Reisefreiheit innerhalb der Schengen-Zone wieder uneingeschränkt
  • Wirtschaftliche Lage - bei einigen Gruppentätigkeiten klassischer Druck-Faktor

Was die Zahlen nicht hergeben: Die Behauptung "in 2024 gingen die Einbrüche um 5 % zurück", die sich im Netz hartnäckig hält, ist falsch. Sie stammt aus einer Pressemitteilung zur Gesamtkriminalität, die alle Diebstahlsdelikte zusammenfasst - nicht die Teilmenge Wohnungseinbruch.


Die wichtigste Zahl: 44,9 % aller Einbrüche bleiben Versuche

Wenn Sie nur eine Zahl aus diesem Artikel mitnehmen, dann diese: Fast jeder zweite Wohnungseinbruchsversuch scheitert. Im Jahr 2025 endeten 44,9 % aller Fälle als Versuch - also rund 37.230 Mal pro Jahr, bei denen der Täter aufgab, bevor er erfolgreich war.

Diese Quote ist seit Jahren stabil bei 43-46 % und sagt unmissverständlich: Mechanische Sicherung wirkt. Die meisten Täter sind keine Profis, sie geben auf, wenn ein Fenster oder eine Tür länger als 3-5 Minuten Widerstand leistet.

Was Sie häufig lesen, aber nicht stimmt

Im Marketing vieler Sicherheitsfirmen kursiert die Aussage "80 % aller Einbrecher lassen ab, wenn sie eine sichtbare Alarmanlage sehen". Diese Zahl ist nicht aus der PKS oder einer offiziellen Polizei-Studie ableitbar. Sie geht teilweise auf eine vielzitierte Kölner Studie zurück, deren Methodik kontrovers diskutiert wird, und teilweise schlicht auf Marketing.

Die belastbare Aussage lautet: "44,9 % aller Einbruchsversuche scheitern an mechanischer Sicherung, Aufmerksamkeit und Tatumständen" (PKS 2025).

Was Sicherung tatsächlich leistet

Die Empfehlung der Polizei seit Jahren unverändert:

  1. Mechanische Grundsicherung zuerst - Pilzkopfverriegelung, abschließbare Fenstergriffe, Panzerriegel an Türen. Diese sind der Hauptgrund für die hohe Versuchs-Quote.
  2. Elektronische Ergänzung - Alarmanlagen wirken durch die Kombination "Lärm + benachrichtigter Wachdienst + Polizei-Anbindung". Sie ersetzen keine Mechanik, sie ergänzen sie.
  3. Verhalten - Anwesenheits-Simulation, aufmerksame Nachbarn, keine Demonstration von Abwesenheit über Social Media.

Details zur Mechanik: Alarmanlage Altbau nachrüsten 2026 - Pilzkopf, Panzerriegel, Funk-System.


Tatzeiten und Tatmuster

Aus den Lagebildern der Landeskriminalämter ergeben sich klare Muster:

Tageswohnungseinbruch wächst weiter

Im Jahr 2024 waren 37,5 % aller Wohnungseinbrüche Tageswohnungseinbrüche - 28.510 Fälle. Das ist eine bemerkenswerte Verschiebung: Vor 20 Jahren dominierten Nacht- und Dämmerungs-Einbrüche. Heute schlagen Täter bevorzugt zwischen 10 und 16 Uhr zu, wenn die meisten Bewohner bei der Arbeit sind und Häuser leerstehen.

Saisonalität: Dunkle Monate bleiben Spitze

Die Wintermonate Oktober bis Januar verzeichnen seit Jahren die höchste Fallzahl. Gründe: Frühe Dämmerung erleichtert das unauffällige Beobachten von Objekten, leere Häuser über die Weihnachts- und Neujahrs-Reisetage, lange Nächte.

Einstiegswege

Polizei-Lagebilder nennen seit Jahren konsistent die gleichen Hauptpfade:

  • Fenster und Terrassentüren im Erdgeschoss - der häufigste Einstieg
  • Wohnungs- und Haustüren - mit weichem Schließblech oder ohne Mehrfachverriegelung
  • Keller- und Souterrain-Fenster - in vielen Reihen- und Einfamilienhäusern unterschätzt
  • Balkon- und Loggia-Türen in oberen Etagen - meist über Steighilfen, seltener als angenommen

Konkrete Empfehlungen liefert die kostenlose Beratung der Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen, erreichbar über k-einbruch.de.


Wie hoch ist das Risiko in Ihrer Stadt?

Die bundesweite Zahl von 82.920 Fällen verteilt sich sehr ungleich. Aussagekräftig ist die Häufigkeitszahl (Fälle pro 100.000 Einwohner), weil sie das Risiko unabhängig von der Stadtgröße abbildet.

In unserem Verzeichnis ist für 30 deutsche Großstädte die offizielle PKS-Zahl als eigene Stadt-Seite hinterlegt. Hier die 15 Städte mit dem höchsten Einbruchsrisiko, gemessen an der Häufigkeitszahl (Fälle je 100.000 Einwohner):

Rang Stadt Bundesland Wohnungseinbrüche je 100.000 Jahr
1 Bremen Bremen 1.870 328,6 2024
2 Essen Nordrhein-Westfalen 1.736 302,1 2025
3 Berlin Berlin 10.618 288,1 2025
4 Wiesbaden Hessen 777 277,5 2024
5 Hannover Niedersachsen 1.350 252,3 2024
6 Düsseldorf Nordrhein-Westfalen 1.541 249,0 2025
7 Duisburg Nordrhein-Westfalen 1.210 241,0 2024
8 Dortmund Nordrhein-Westfalen 1.445 239,5 2025
9 Gelsenkirchen Nordrhein-Westfalen 630 239,5 2024
10 Bochum Nordrhein-Westfalen 870 237,1 2024
11 Wuppertal Nordrhein-Westfalen 830 234,5 2024
12 Köln Nordrhein-Westfalen 2.368 231,0 2025
13 Mönchengladbach Nordrhein-Westfalen 540 206,1 2024
14 Bonn Nordrhein-Westfalen 680 202,4 2024
15 Mannheim Baden-Württemberg 620 198,1 2024

10 der 15 Hotspots liegen in Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt liegt bei einer Häufigkeitszahl von rund 99. Die vollständige Rangliste aller 30 Städte mit Einzeldaten und Aufklärungsquote finden Sie im Einbruch-Radar. Weitere Großstädte mit eigener Übersicht: München, Hamburg, Stuttgart, Leipzig, Dresden, Nürnberg.

Datenbasis: PKS 2024/2025 je nach Verfügbarkeit der Stadtdaten. Die Häufigkeitszahl (Fälle je 100.000 Einwohner) macht Städte unterschiedlicher Größe vergleichbar.

Klare Spreizung zwischen Stadt-Risiken

Die Häufigkeitszahlen 2024 reichen von rund 80 Fällen pro 100.000 Einwohner (z. B. Kiel, Bielefeld) bis zu über 400 Fällen in einzelnen Ruhrgebiets-Großstädten. Innerhalb einer Stadt schwankt das Risiko zusätzlich nach Stadtteil sehr stark.

Was das praktisch bedeutet: Wer in einer Niedrig-Risiko-Stadt wohnt, kommt mit Grundsicherung + Funk-Alarm oft sehr weit. In Hoch-Risiko-Vierteln lohnt sich die VdS-Klasse-A- oder -B-Anlage mit Wachdienst-Aufschaltung - die Versicherungsrabatte kompensieren einen relevanten Teil der Mehrkosten.

Eine grobe Orientierung zu den Kosten gibt unser Kostenrechner, in dem Sie Ihre Wohnsituation eintragen und eine Preisspanne nach Stadt-Risikolage erhalten.


Aufklärungsquote 14,1 %: Was das praktisch heißt

Die Aufklärungsquote (AQ) misst, wie viele angezeigte Fälle die Polizei einem Tatverdächtigen zuordnen kann. Sie ist kein Maß dafür, wie viele Verurteilungen folgen - Tatverdacht und rechtskräftige Verurteilung sind zwei verschiedene Dinge.

Eine AQ von 14,1 % bedeutet konkret: Etwa 85 von 100 angezeigten Einbrüchen bleiben ohne ermittelten Täter. Das ist nicht Ausdruck schlechter Polizeiarbeit, sondern strukturell:

  • Wenig Spuren - Wohnungseinbruch ist meist ein Drei-Minuten-Delikt, die Spurenlage am Tatort ist dünn
  • Mobile Tätergruppen - viele Fälle werden von durchreisenden Gruppen verübt, ein Wiedererkennen bei späteren Taten ist schwer
  • Internationale Verflechtungen - speziell in Grenznähe und Großstädten

Regional gibt es starke Schwankungen. In Bonn lag die Aufklärungsquote 2024 bei rund 56 % - dem dreifachen des Bundesschnitts. Im Ruhrgebiet liegen mehrere Großstädte deutlich unter 15 %.

Für die individuelle Schutz-Entscheidung heißt das: Prävention zählt mehr als Hoffnung auf nachträgliche Aufklärung. Wer auf Versicherung + Polizei-Ermittlung allein vertraut, übersieht, dass auch ein aufgeklärter Fall den eigenen Schaden, die Verletzung der Privatsphäre und psychische Belastung nicht ungeschehen macht.


Wie viele Menschen die Statistik beunruhigt

Die SKiD-Studie 2024 ("Sicherheit und Kriminalität in Deutschland" - Bundesweite Bürgerbefragung) zeigt: 28,6 % der Bevölkerung fühlen sich "ziemlich oder sehr beunruhigt" wegen der Möglichkeit eines Wohnungseinbruchs. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber 27,1 % in der 2020er Erhebung.

Mit anderen Worten: Mehr als jeder vierte Erwachsene in Deutschland trägt die Sorge mit sich, eines Tages selbst betroffen zu sein. Das ist ein bemerkenswerter Wert für ein Land mit objektiv eher moderater Einbruchskriminalität (im internationalen Vergleich) - und ein Hinweis darauf, wie stark das Sicherheitsgefühl psychologisch wirkt, jenseits nüchterner Statistik.


Was die Zahlen für Ihre Schutz-Entscheidung bedeuten

Aus dem Gesamtbild lassen sich vier klare Aussagen ableiten:

  1. Die Einbruchskriminalität steigt wieder. Wer in den letzten Jahren auf "die Pandemie hat es eh runtergebracht" gehofft hat, sollte umdenken - der Trend ist 2024 und 2025 klar nach oben.
  2. Mechanik wirkt - fast jeder zweite Einbruch scheitert daran. Die Investition in Pilzkopf, abschließbare Griffe und Panzerriegel ist der Hauptgrund, warum die Versuchs-Quote so stabil bei 45 % liegt.
  3. Die Polizei klärt nur ~14 % der Fälle auf. Das macht Prävention zur einzig zuverlässigen Strategie, nicht zur "optionalen Ergänzung".
  4. Stadt-Risiken sind sehr unterschiedlich. Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht - die richtige Schutz-Klasse hängt von Ihrer Wohnlage, Bauweise und Versicherungs-Auflagen ab.

In unserem Verzeichnis finden Sie:


Quellen und weiterführende offizielle Statistiken

Datenstand: PKS 2024 (BKA, veröffentlicht April 2025) und PKS 2025 (Auswertung K-EINBRUCH, Mai 2026). Aufklärungsquoten und Häufigkeitszahlen folgen offizieller Polizei-Methodik. Stadt-spezifische Zahlen aus Landes-Kriminalstatistiken der jeweiligen LKAs sowie Polizeipräsidien.

Ein oft übersehener Faktor: Viele Einbrüche werden vorab geplant - inklusive Auskundschaftung mit Symbolen an der Fassade. Die Gaunerzinken-Symbole & ihre Bedeutung zeigen, worauf Sie achten sollten.

Zahlen für Ihre Stadt: Die bundesweiten Werte sagen wenig über Ihr konkretes Risiko aus. Im Einbruch-Radar mit den Einbruchzahlen Ihrer Stadt finden Sie die offiziellen PKS-Einbruchzahlen für 30 deutsche Städte - als Häufigkeitszahl vergleichbar gemacht.

FAQ

Häufige Fragen

Wie viele Wohnungseinbrüche gab es 2025 in Deutschland?

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) 2025 des Bundeskriminalamts, veröffentlicht am 20. April 2026, wurden 82.920 Wohnungseinbrüche registriert. Das entspricht einer Steigerung um +5,7 % gegenüber 2024 und kehrt den vorherigen Rückwärtstrend um. Die bundesweite Häufigkeitszahl liegt bei rund 99 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Die Stadtstaaten und NRW liegen deutlich über diesem Durchschnitt; Bayern und Baden-Württemberg liegen darunter. Die PKS 2025 ist die jüngste verfügbare Vollstatistik - die Zahlen für 2026 werden erst im April 2027 vorliegen.

Wie hoch ist die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen?

Die bundesweite Aufklärungsquote für Wohnungseinbrüche zählt zu den niedrigsten unter allen PKS-Delikten und ist zuletzt weiter gesunken: 14,1 % in der PKS 2025 (BKA, veröffentlicht 20.04.2026), nach 15,3 % in 2024. Das hat strukturelle Gründe: viele Einbrecher sind hochmobile reisende Tätergruppen, Tatorte werden oft erst Stunden nach der Tat entdeckt, und Spurenlagen am Tatort sind technisch schwer auszuwerten. Die regionalen Unterschiede sind erheblich: Bonn meldete in der PKS 2024 56,2 % Aufklärungsquote (Bundes-Spitzenwert), Berlin hingegen nur 7,9 %. Die Aufklärungsquote sagt nichts über das individuelle Einbruchsrisiko aus; die wichtigere Kennzahl ist die Versuchsquote (siehe nächste Frage).

Welche Bundesländer haben die meisten Wohnungseinbrüche?

NRW, Berlin, Hamburg und Bremen liegen in absoluten Zahlen und in der Häufigkeitszahl pro 100.000 Einwohnern an der Spitze. Bremen verzeichnete in der PKS 2024 rund 328,6 Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohner - der höchste Wert unter den Stadtstaaten. NRW hat die meisten absoluten Fälle wegen seiner Einwohnerzahl. Bayern und Baden-Württemberg liegen mit 70 bis 130 Fällen pro 100.000 Einwohner deutlich unter dem Bundesschnitt. Innerhalb der Bundesländer variieren die Werte stark zwischen Großstädten mit Autobahnnähe (höher) und ländlichen Regionen (niedriger). Grenzregionen zu den Niederlanden, Tschechien oder Polen weisen logistisch erklärbare Erhöhungen auf.

Wie viele Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken?

Der bundesweite Versuchsanteil liegt seit Jahren zwischen 44 % und 50 % - Hamburg meldete 2025 sogar 50,5 % (-5,7 % YoY) und ist damit einer der bundesweiten Spitzenwerte. Diese Zahl ist die wichtigste in der gesamten PKS, weil sie die Wirksamkeit mechanischer Sicherung direkt belegt: rund jeder zweite Einbruch scheitert am physischen Widerstand der Bausubstanz, weil Täter nach durchschnittlich drei bis fünf Minuten Aufbruchversuch abbrechen. Daraus folgt die Polizei-Empfehlung "mechanisch vor elektronisch" - gute Türen (RC2/RC3), Pilzkopfverriegelungen an Fenstern und Querriegelschlösser halten Einbrecher konkret auf, eine Alarmanlage schlägt erst Alarm, wenn der Versuch bereits läuft.

Wie hat sich die Einbruchsstatistik im Zeitverlauf entwickelt?

Zwischen 2015 und 2021 sanken die Fallzahlen kontinuierlich von rund 167.000 auf 54.000 Wohnungseinbrüche pro Jahr - eine Folge der Förderprogramme zur mechanischen Sicherung, der polizeilichen Schwerpunktkampagnen und coronabedingt höherer Anwesenheit zu Hause. Seit 2022 steigen die Zahlen wieder leicht an, in der PKS 2025 mit +5,7 % auf 82.920 Fälle. Die Trendumkehr fällt zeitlich mit dem Wegfall pandemiebedingter Mobilitätseinschränkungen und der Einstellung des KfW-Zuschuss-Programms 455-E (Oktober 2022) zusammen. Die mittelfristige Erwartung der Polizei: Stabilisierung auf dem Niveau von 80.000 bis 90.000 Fällen, mit weiter wachsendem Versuchsanteil dank verbesserter Bausubstanz im Bestand.