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Ratgeber · Kosten

Was kostet eine Alarmanlage? Preise 2026

Realistische Preisspannen für Wohnung, Haus und Gewerbe - inklusive laufender Kosten und Förderung.

Was den Preis bestimmt, wie viel Funk vs. Kabel ausmacht, welche VdS-Klasse Sie brauchen und wie KfW & Steuer die Kosten senken. Mit kostenlosem Preisrechner.

Eine Alarmanlage kostet 2026 inklusive Fachbetriebs-Montage realistisch zwischen 1.150–2.250 € für eine Wohnung, 2.600–5.200 € für ein Einfamilienhaus (Standard) und 7.200–14.850 € für ein VdS-zertifiziertes Haus-System. Den Preis bestimmen vor allem Objektgröße, Anzahl der Türen und Fenster, das Sicherheitsniveau (Standard vs. VdS) und ob auf eine Notrufleitstelle aufgeschaltet wird. Eine pauschale „ab X €"-Faustregel führt in die Irre.

Kosten für Ihr Objekt berechnen

Objekttyp, Größe und Anzahl Türen/Fenster eingeben - Sie erhalten eine realistische Preisspanne aus demselben Modell wie die Tabellen auf dieser Seite, plus optional 3 geprüfte Fachbetriebe aus Ihrer Stadt.

Kostenrechner Alarmanlage

Realistische Preisspanne in 30 Sekunden - basierend auf Objekt, Größe und Sicherheitsniveau. Daten anonym, kein Account nötig.

1 · Objekttyp
2 · Wohn-/Nutzfläche
3 · Sensoren & Etagen (optional, präzisiert die Schätzung)

Leer lassen = typische Werte für gewählten Objekttyp.

4 · Sicherheitsniveau
5 · Stadt (optional)

Mit Stadtwahl zeigen wir 3 geprüfte Fachbetriebe vor Ort.

Alarmanlage Kosten nach Objekt & Niveau

Richtwerte 2026 inklusive Montage durch einen Fachbetrieb. Die Spannen kommen aus demselben Modell wie unser Kostenrechner (Markt-Konsens 2026) - für Ihr konkretes Objekt rechnen Sie dort die exakte Spanne.

Objekt Standard (Funk) VdS-zertifiziert (A/B)
Wohnung 60 m² · 2 Türen, 5 Fenster, 1 Etage 1.150–2.250 € 2.900–6.150 €
Einfamilienhaus 140 m² · 5 Türen, 12 Fenster, 2 Etagen 2.600–5.200 € 7.200–14.850 €
Gewerbe 200 m² · 4 Türen, 8 Fenster, 1 Etage 4.100–8.850 € 9.850–21.350 €

Günstige DIY-Sets liegen darunter (ab ~550 €), werden aber häufig nicht von Versicherern oder der KfW anerkannt. Quellen: Markt-Konsens 2026 (Argus, ACC, Securando, GermanProtect).

Rechenbeispiel: So setzt sich der Preis zusammen

Transparent statt „ab X €": So baut sich der Preis für ein typisches Einfamilienhaus (Standard-Funkanlage, 5 Türen, 12 Fenster, 2 Etagen) aus den einzelnen Posten auf. Die Werte stammen aus demselben Modell wie der Kostenrechner.

Posten Anteil (inkl. Montage)
Zentrale, Inbetriebnahme, Anfahrt 500–1.000 €
5 Tür-Sensoren (Magnet/Riegel) 400–750 €
12 Fenster-Sensoren 720–1.200 €
Fläche & Verkabelung (140 m²) 840–1.960 €
Aufschlag 2 Etagen (+6 %) im Gesamtpreis enthalten
Gesamt (Anlage + Fachbetriebs-Montage) 2.600–5.200 €

Der größte Hebel sind die Öffnungspunkte: Jede zusätzlich gesicherte Tür und jedes Fenster kostet real Sensorik plus Montage. Vom Gesamtpreis lässt sich der Lohnanteil über § 35a EStG (20 %, max. 1.200 €/Jahr) absetzen, alternativ ist die Anlage über KfW 159 zinsgünstig finanzierbar (entweder-oder, Antrag vor Auftragsvergabe).

Was beeinflusst den Preis?

Objektgröße & Grundriss

Mehr Quadratmeter und Etagen = mehr Verkabelung/Funkstrecken und Melder.

Anzahl Türen & Fenster

Jeder gesicherte Öffnungspunkt braucht einen Sensor - der größte Einzel-Kostentreiber.

Sicherheitsniveau

VdS-Klasse A/B/C kostet deutlich mehr als eine Standard-Funkanlage - aber nur nötig bei erhöhtem Risiko oder Versicherungsauflage.

Funk vs. Kabel

Hardware ähnlich teuer - der Unterschied ist der Montage-Aufwand (Stemmarbeiten bei Kabel im Bestand).

NSL-Aufschaltung

Aufschaltung auf eine Notrufleitstelle verursacht monatliche Kosten (ca. 20–50 €), App-Meldung allein meist kostenfrei.

Montage & Region

Fachbetriebs-Montage ist Voraussetzung für KfW-/Versicherungs-Anerkennung; Stundensätze variieren regional.

Einbau & Montage: Was kostet die Installation?

Wichtig vorweg: Die Montage durch einen Fachbetrieb ist in den Preisen der Tabellen oben bereits enthalten - die Spannen sind Gesamtpreise (Anlage + Sensorik + Einbau), keine reinen Hardware-Preise. Wer den Einbau separat beauftragt (z. B. selbst gekaufte Hardware montieren lassen), zahlt nach Stundensatz.

Variante Kosten Anerkennung KfW / VdS / Versicherung
Fachbetrieb (Elektro / Sicherheitstechnik) ca. 70–115 € / Std netto Ja
Selbsteinbau (DIY-Set) nur Materialpreis in der Regel nein

Der Selbsteinbau ist günstiger - aber KfW-Förderung und Versicherer verlangen den Einbau durch einen „qualifizierten Fachbetrieb" (typisch VdS-anerkannt, BHE-Mitglied oder Elektro-Meisterbetrieb). DIY spart beim Kaufpreis, kostet aber Förderfähigkeit, Versicherungs-Anerkennung und die schriftliche Dokumentation für den Schadensfall. Stundensätze 2026: ca. 70–115 € netto, regional und je nach Betriebsgröße abweichend (Quelle: handwerk.cloud / handwerker-kosmos.de, 2026).

Nachrüsten im Bestand

In einer bestehenden, bewohnten Immobilie ist Funk fast immer die günstigere und schnellere Wahl: Die Komponenten werden geklebt oder geschraubt, es muss nicht gestemmt und kein Kabel in Wände und Decken gezogen werden. Das spart vor allem Montagezeit - und damit Stundensätze - und ist meist in 1 bis 2 Tagen ohne Schmutz erledigt. Die reinen Hardware-Preise von Funk und Kabel unterscheiden sich kaum; der Kostenunterschied im Bestand steckt fast vollständig im Montage-Aufwand.

Kabel lohnt sich im Bestand nur in zwei Fällen: bei einer ohnehin anstehenden Kernsanierung (offene Wände) oder wenn eine hohe VdS-Klasse (B/C) verkabelte Komponenten vorschreibt. Für die meisten nachgerüsteten Wohnungen und Einfamilienhäuser reicht eine Standard-Funkanlage.

Vor der elektronischen Alarmtechnik steht die mechanische Nachrüstung (Pilzkopf-Beschläge, Panzerriegel, Bandseitensicherung) - sie hält den Täter physisch auf, während die Alarmanlage meldet. Welche mechanischen Maßnahmen im Altbau sinnvoll sind, erklärt der Ratgeber Alarmanlage im Altbau nachrüsten.

Laufende Kosten: Aufschaltung, Wachdienst, Wartung

Die einmalige Anschaffung (Anlage + Sensorik + Fachbetriebs-Montage) steht in der Preismatrix oben - je nach Objekt und Niveau 1.150 bis 14.850 €. Daneben fallen je nach gewähltem Service laufende Kosten an. Die meisten davon sind optional:

Position Kosten Pflicht?
NSL-Aufschaltung (Notruf- und Serviceleitstelle) ca. 20–50 € / Monat optional
Wachdienst-Einsatz (Alarmverfolgung vor Ort) ca. 40–75 € / Einsatz nur bei Alarm
Wartung Funk-Anlage ca. 100–250 € / Jahr bei VdS Pflicht
App-Benachrichtigung ohne NSL 0 € Standard

Beträge je nach Anbieter und Vertrag - genaue Werte stehen im Angebot. Reine App-Selbstüberwachung ist kostenfrei, wird aber von Versicherern oft nicht als gleichwertig zur NSL-Aufschaltung anerkannt. Quellen: NSL/Wartung Markt-Konsens 2026; Wachdienst-Einsatz security.de „Sicherheitsdienst Kosten 2026" (Abruf 2026-06-11).

Abo vs. Kauf: 5-Jahres-Gesamtkosten

Der größte Kostenunterschied ist nicht Funk gegen Kabel, sondern Kauf gegen Abo. Beim Kauf zahlen Sie die Anlage einmalig und besitzen sie; beim Abo-Modell (z. B. Verisure) zahlen Sie eine monatliche Servicegebühr, und die Hardware bleibt während der Vertragslaufzeit Eigentum des Anbieters. Über 5 Jahre gerechnet:

Modell Einmalig Laufend Summe über 5 Jahre
Kauf (EFH Standard, Funk) 2.600–5.200 € App = 0 € (NSL optional) 2.600–5.200 €
Kauf + NSL-Aufschaltung 2.600–5.200 € 20–50 € / Mo 3.800–8.200 €
Abo-Modell (Verisure & Co.) Installation extra 30–48 € / Mo 1.800–2.880 € (nur Gebühr)

Das Abo wirkt monatlich günstig, läuft aber dauerhaft weiter - die Hardware gehört Ihnen am Ende nicht. Beim Kauf ist nach der Anschaffung nur die optionale NSL-Aufschaltung laufend. Ehrlich bleibt: Bei einem günstigen Abo-Einstieg und kurzer Laufzeit kann ein Abo punktuell günstiger sein - die Hardware gehört dann aber dem Anbieter, nicht Ihnen. Abo-Spanne: 30–48 € / Monat (Quelle: verisure.de, Abruf 2026-06-11), 5-Jahres-Summe = Monatsgebühr × 60 zzgl. Installation. Kaufpreis EFH Standard aus dem Preismodell dieser Seite.

Förderung senkt die Kosten

Der KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen" finanziert Einbruchschutz mit bis zu 50.000 € pro Wohneinheit - antragsberechtigt sind Eigentümer (selbstnutzend oder vermietend) sowie Mieter mit schriftlicher Zustimmung des Vermieters. Alternativ lassen sich Handwerker-Lohnkosten über § 35a EStG steuerlich absetzen (20 %, max. 1.200 €/Jahr); KfW 159 und § 35a schließen sich pro Maßnahme aus. Wichtig: Antrag immer vor der Auftragsvergabe stellen, Einbau durch eine Fachfirma.

Faktencheck: Vielfach kursiert online ein „KfW-Zuschuss von 1.600 €" für Einbruchschutz - das ist nicht mehr aktuell. Der frühere Investitionszuschuss 455-E ist seit Oktober 2022 ausgesetzt (Stand 2026, Quelle: KfW). Eine direkte Förderung gibt es heute nur noch über den zinsgünstigen Kredit 159 oder den Steuerabzug nach § 35a EStG.

Ihre konkreten Kosten in 1 Minute

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FAQ · Kosten

Häufige Fragen zu Alarmanlagen-Kosten

Welche Alarmanlage empfiehlt die Polizei?

Die Polizei (Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen) empfiehlt keine bestimmte Marke, sondern geprüfte Technik: eine Anlage nach anerkannter Norm (DIN EN 50131 bzw. VdS), Einbau durch einen Fachbetrieb und - wichtiger noch - mechanischen Einbruchschutz als erste Stufe. Eine Alarmanlage meldet, hält den Täter aber nicht auf; gesicherte Türen und Fenster verzögern den Einbruch real. Details im Ratgeber „Welche Alarmanlage empfiehlt die Polizei?".

Was kostet der Einbau der Alarmanlage?

In den Preisspannen auf dieser Seite ist die Fachbetriebs-Montage bereits enthalten - es sind Gesamtpreise, keine reinen Hardware-Preise. Wird der Einbau separat beauftragt, liegen die Stundensätze von Elektro- und Sicherheitstechnik-Betrieben 2026 bei rund 70–115 € netto (Quelle: handwerk.cloud, 2026). Selbsteinbau ist günstiger, wird aber von KfW und Versicherern in der Regel nicht anerkannt.

Welche Förderung gibt es für eine Alarmanlage?

Der KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen" finanziert Einbruchschutz mit bis zu 50.000 € pro Wohneinheit - antragsberechtigt sind Eigentümer (selbstnutzend oder vermietend) sowie Mieter mit schriftlicher Zustimmung des Vermieters. Der frühere Zuschuss 455-E ist seit Oktober 2022 ausgesetzt (Stand 2026, Quelle: KfW). Alternativ lassen sich Handwerker-Lohnkosten über § 35a EStG absetzen (20 %, max. 1.200 €/Jahr); KfW 159 und § 35a schließen sich pro Maßnahme aus. Antrag immer vor der Auftragsvergabe stellen.

Welche monatlichen bzw. laufenden Kosten kommen dazu?

Laufende Kosten sind großteils optional: die Aufschaltung auf eine Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) kostet je nach Vertrag etwa 20–50 € pro Monat, ein Wachdienst-Einsatz nach Alarm ca. 40–75 € pro Einsatz (Quelle: security.de, 2026), die jährliche Wartung einer Funk-Anlage rund 100–250 €. Reine App-Benachrichtigung ohne NSL ist kostenfrei.

Lohnt sich eine Alarmanlage überhaupt?

Über 5 Jahre gerechnet ist der Kauf meist günstiger als ein Abo: Ein gekauftes EFH-Standard-System kostet einmalig 2.600–5.200 € und gehört Ihnen, während ein Abo-Modell bei 30–48 € pro Monat (Quelle: verisure.de, 2026) über 5 Jahre auf 1.800–2.880 € reine Servicegebühr kommt - plus Installation, ohne dass die Hardware Ihnen gehört. Sinnvoll ist die Alarmanlage als zweite Stufe nach mechanischem Einbruchschutz.